Gardasee GPS Bikeguide

© Andreas Albrecht

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Bikeguide 3 ist im Februar 2010 erschienen
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alle Touren der Bände 1 und 2 nun als Tourendatenbank bei TTQV verfügbar
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Band 1 nun auch in polnisch
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Herausgeber: Tomasz Pawłusiewicz
Gardasee GPS Roadbooks werden
Gardasee GPS Bikeguides.
Warum?

Neben der englischen Ausgabe von Band 1 gibt es jetzt auch eine polnische Version. Deshalb soll die dazugehörige Homepage international ausgerichtet sein. Sie heißt jetzt

www.gps-bikeguide.com

Gleichzeitig wird damit diese Plattform auch offen für Bikeguides aus anderen Regionen.
» Bespieltouren
Tour 354: Monte Lenzino
  • Region: Gardasee Süd
  • Kurzcharakteristik: kurze Bergtour mit anspruchsvollen Trailanteilen: Trails: ∅ S1, max. S2
  • Straße/Asphalt: 30% - Schotter: 25%
  • Forst-, Feld-, Radweg: 22% - Trail: 23%
  • Start und Ziel: Garda
  • Länge: ca. 19 km
  • Höchster Punkt: 442 m
  • Höhenmeter: aufwärts: ca. 650 hm - abwärts: ca. 650 hm
  • Karte: KOMPASS WK 102, WK 692
  • Einkehr: Bar in Albisano



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Wegbeschreibung:
Tourstart ist in Garda am Abzweig der Straße nach Albisano. Die Teerstraße zieht sich relativ moderat hinauf, so dass man gut warmgefahren ist, wenn man den Ort erreicht. Den Abzweig zum Monte Luppia (Tour 355) ignorieren wir erst einmal. Die Tour 355 ließe sich gut an diese Tour dranhängen, wenn man Zeit und Lust auf weitere etwas anspruchsvollere Trails hat. In Albisano biegen wir am Parkplatz rechts ab und fahren die steile Straße hinauf Richtung Hotel Torre del Garda. Nach knapp zweihundert Metern halten wir uns rechts und fahren an den letzten Häusern vorbei. Der Weg wird bald zur Schotterpiste, die zunehmend steiler wird. Am Wegekreuz fahren wir geradeaus, bis uns die Aussicht den Atem verschlägt. Wir halten an, um sie auf uns wirken zu lassen. Garda und sein See liegt unter uns, der Monte Moscal und der Rocca Vecchia umrahmen das Bild, das Ruhe und Glück ausstrahlt. Vom geschäftigen Treiben dort unten dringt nur ein leises Summen bis hierher.

geht es auf dem Rundweg an der Bergflanke entlang, der zunächst mäßig steil nach unten führt, bis er an einer verblockten Stelle den Fahrtechnikern alles abverlangt. Die Passage ist allerdings nicht so lang, als das sich weniger versierte Fahrer oder Fahrerinnen davon abschrecken lassen sollten. Hier könnt ihr in Ruhe das Befahren von Steilstufen üben oder ihr schaut euren Mitfahrern dabei zu.

Der Trail endet am Golfplatz bei Castion Veronese und der Weg verläuft nun weiter um den Berg herum. Das heißt, wir halten uns an der Wiese links und fahren auf den Wald zu. Hier wechseln wir auf einen grobschottrigen Forstweg, der schließlich zum Singletrail wird. Bei einem markanten Kreuz oberhalb von Albisano ist die Umrundung des Monte Lenzino dann vollendet. Wir rollen in den Ort hinein und nehmen noch einen kleinen holprigen Karrenweg mit, der auch in Richtung Kirche führt. An dem kleinen Platz kann man rasten, sollte aber nicht versäumen, auch die Kirche zu umrunden. Auch hier hat man wieder eine wunderschöne Aussicht auf Torri del Benaco, den Gardasee und die ihn umrahmenden Berge. Außerdem findet man so den Einstieg in einen netten Trail, den man hier nicht vermutet hätte und der auch noch einen kleinen Leckerbissen darstellt. Schließlich kommt man in halber Höhe an der ausgeschilderten Pilgerroute (Percorso del Pellegrino) heraus. Hier halten wir uns links, fahren bis nach Coi und erreichen in einer Serpentine die Straße zwischen Albisano und Torri del Benaco. Wir fahren ein Stück bergauf. Der nächste Trail wartet. An der Weggabel bei der Via Murette di sotto halten wir uns rechts und folgen dem Weg, der bald zum Singletrail wird. Später wird es noch mal anspruchsvoll. Es geht abwärts, teilweise verläuft der Murette-Trail über schräge Felsplatten. Schließlich erreichen wir wieder den Pilgerweg und müssen ein kurzes Stück die Küstenstraße benutzen. Bald biegen wir aber rechts auf den Weg 3 ab, der zum Ufer des Gardasees und zurück nach Garda führt.

Download:
GPS-Track und Tourbeschreibung: hier klicken

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Tour 551: Moscal - Etsch - San Marco
  • Region: Gardasee Süd
  • Kurzcharakteristik: abwechslungsreiche Rundtour mit Trails bis S2
  • Straße/Asphalt: 39% - Schotter: 29%
  • Forst-, Feld-, Radweg: 24% - Trail: 8%
  • Start und Ziel: Garda
  • Länge: ca. 49 km
  • Höchster Punkt: 439 m
  • Höhenmeter: aufwärts: ca. 1000 hm, abwärts: ca. 1000 hm
  • Karte: KOMPASS WK 102, WK 692
  • Einkehr: Bar in Rivoli Veronese



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Wegbeschreibung:
Diese Tour enthält ein paar schöne Trails, die auf einer Runde zusammengeführt sind, die in gewissem Sinn eine Reise durch die Zeitgeschichte darstellt. Start ist an der Kirche in Garda. Es geht weiter auf dem Zubringer der Via San Bernardo hoch auf die Ebene bei Baesse. Oben geht es bei einem Haus in spitzem Winkel rechts ab. Amüsant ist der kleine kläffende Hund, der sich hier ab und zu sehen lässt. Er verwechselt wohl Mut mit Leichtsinn, denn wenn man ihn scharf anspricht, saust er sofort zurück in den Schutz seines Anwesens. Wir fahren weiter durch die Felder in Richtung Albare, biegen dann rechts ab und rollen ein paar dutzend Meter auf der Straße, ehe es wieder nach links auf eine Schotterpiste geht. Einem kleinen Anstieg nach Villa Albare folgt sofort die kurze Abfahrt, die man nicht bis hinunter rollt. Nach wenigen Metern biegt man wieder rechts ab und hat bald das erste Ziel vor Augen, den Monte Moscal. In Incaffi hält man sich links und fährt in zwei langen Kehren bergauf. Nach dem Haus mit der fantastischen Aussicht beginnt der Sentiero Nr. 2, der zum Monte Moscal führt. Manchmal ist er durch eine Schranke versperrt, an der man sich vorbeischlängeln kann. Falls jemand zu sehen ist, sollte man respektvoll das Schild "Strada privata" beachten und höflich fragen, ob man dort entlang fahren darf.

Jetzt wird der Weg interessant und zunehmend schmaler. Zunächst verläuft er über eine Wiese, verschwindet dann im Wald und gabelt sich bald. Wir nehmen den unscheinbaren linken Abzweig, es wird steil und die meisten werden auf dem letzten Stück vor dem Gipfel wohl kurz absteigen müssen. Oben angekommen, wird die geringe Mühe belohnt mit einer Rundsicht vom Feinsten. Der Platz hat irgendwie etwas Spirituelles, ich kann mir gut vorstellen, dass sich hier die Menschen schon vor Tausenden von Jahren versammelt, haben um ihre religiösen Rituale abzuhalten.

Abwärts geht es dann auf einen keinen Trail, der ein paar Spitzkehren und grobe Abschnitte enthält, bei denen man an seiner Fahrtechnik feilen kann oder kurz schiebt. In Incaffi geht es dann nach links kurz auf der Straße und gleich wieder links bergauf in Richtung Castello. Hier beginnt eine nette kleine Abfahrt hinunter nach Affi, der ein paar Stufen zum Abschluss die richtige Würze geben.

Nun ist der Transfer hinunter an die Etsch angesagt. Wie in Tour 451 beschrieben umgehen wir elegant die riesigen Verkehrskreisel an der Autobahnabfahrt Affi und sind in kürzester Zeit stressfrei in Ragano. Flugs die Straße überquert, folgt der Track nun dem Sträßchen nach Gaium. Viel Verkehr ist nicht zu erwarten, denn da hinten geht es nur für Mountainbiker weiter. Wir schrauben uns auf der alten Römerstraße (bei Tour 353 fahren wir diese in der Gegenrichtung) hoch auf das Plateau bei Rivoli Veronese. Wer Zeit und Lust hat, macht den Abstecher zum Forte Rivoli, das ich auf der Tour 353 schon vorgestellt habe. Ansonsten durchqueren wir den Ort und fahren auf der Schotterpiste der "Strada Dogana Fornaci" wieder zur Etsch. An der Landstraße biegen wir links ab und fahren diese bergauf bis zum Abzweig der alten Militärstraße zum Forte San Marco. Dieser befindet sich kurz vor Zuane und bringt uns zunächst relativ eben bis zu einem Steinbruch. Hier beginnt der Aufstieg. In 40 Kehren auf teilweise sehr grobem Untergrund kommt echtes Tremalzo-Feeling auf. Der "Spaß" dauert zum Glück nicht ganz so lange wie dort, ist aber auch nicht ohne, da es in Südwestlage kaum Schatten gibt, wenn die Sonne unbarmherzig niederbrennen sollte. Das Fort sieht man erst relativ spät, wenn das Flachstück erreicht ist. Ein paar letzte Kehren, die leisen Flüche über die Schinderei weichen der Bewunderung über die als Belohnung winkende Aussicht vom Vorplatz der Bastion.

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Das Forte San Marco wurde zwischen 1888 und 1913 von den Italienern erbaut, um das Etschtal zu verteidigen, das ihnen infolge des von Österreich 1859 verloren Krieges gegen Frankreich zugefallen war. Zusammen mit den Forti Monte, Ceraino und Wohlgemuth (siehe Tour 353 und 451) bildeten diese einen gewaltigen Sperrriegel, der im Etschtal durch die Straßensperre Incanale ergänzt wurde. Deren Reste haben wir heute bei der Auffahrt nach Zuane passiert. Das Forte San Marco ist ein gewaltiges langgezogenes Bauwerk, das sich in Privatbesitz befindet, stark heruntergekommen ist, aber mit der nötigen Vorsicht besichtigt werden kann.

Gleich nach dem Forte folgt nun der Leckerbissen des Tages für Trailfreunde. Der Pfad nach Lubiara verläuft über grobe Steine, abschüssige Felsplatten und ist mit Stufen durchsetzt. Für die einen dauert das zu lange, weil sie schieben wollen oder müssen, die anderen sind traurig, dass es nur ca. 100 Höhenmeter hinunter nach Lubiara sind. Wie dem auch sei, das ist das Schöne an den Touren am Südende des Gardasees. Es gibt anspruchsvolle Trails in Hülle und Fülle. Sie lassen sich aber gut kombinieren zu Touren, die auch für Einsteiger interessant sind. Von Lubiara geht es zurück in Richtung Garda. Rechts bergab rollt es sich schnell bis zu einem markanten Kreuz. Hier rechts die Schotterpiste entlang bis wir auf die Straße stoßen. Diese durchbricht den Möranengürtel beim Monte Zovo. Bei der Abfahrt darf man den Abzweig nach rechts nicht verpassen, der auf kleinen Nebenwegen an der Flanke der Hügelkette entlangführt. Ab Christane folgen wir dem Radweg bis Gazzoli. Hier rechts ab und über den Feldweg und geradeaus weiter über die Straße. Jetzt befinden wir uns ein kurzes Stück auf dem Track des Hinweges. An der ersten Gabelung rechts, an der nächsten links, so vermeiden wir denselben Weg wie bei der Auffahrt zu nehmen. Außerdem findet sich auf dieser Abschlussvariante noch ein netter kleiner Trailabschnitt, sehr passend zum Abschluss dieser runden Tour.

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